Beate-Mocek-Preis –für Nachwuchs-Wissenschaftlerinnen inder Mineralogie, insbesondere derGeochemie und Petrologie

Preisträgerinnen

2025 – Iris L. J. Arndt

Von hochauflösenden Isotopenanalysen an fossilen Riesenmuscheln bis hin zur Rekonstruktion des späten Miozäns: Wie die Beate-Mocek-Preisträgerin Iris L. J. Arndt mit innovativen Methoden neue Einblicke in vergangene Klima- und Umweltbedingungen gewinnt.

Iris L. J. Arndt

Iris L. J. Arndt ist Geochemikerin und spezialisiert auf die Anwendung innovativer Methoden zur Rekonstruktion vergangener Umweltbedingungen. In ihrer Dissertation untersucht sie Riesenmuscheln, um mithilfe geochemischer Isotopen- und Elementanalysen präzise Rückschlüsse auf die Paläoumwelt im späten Miozän zu ziehen.

Dabei nutzt sie die isotopischen Zusammensetzungen von Kohlenstoff, Sauerstoff und Strontium sowie die Konzentrationen von Spurenelementen wie Barium, Magnesium und Natrium in Muschelschalen. Diese Herangehensweise ermöglicht es ihr, saisonale Temperaturschwankungen von bis zu 4 °C zu rekonstruieren – ein Wert, der etwa doppelt so hoch ist wie die heutigen saisonalen Schwankungen in der Region.

Ihre erste Publikation aus diesem Projekt (eingereicht) liefert bedeutende δ18O-Daten, die als Grundlage für zukünftige Studien zur Klimadynamik des späten Miozäns dienen können. Als nächstes plant sie Dual-Clumped-Isotopie-Messungen an rezenten Muscheln, um die saisonalen Veränderungen zwischen Temperatur und Meerwasser-δ18O mit noch höherer Auflösung zu untersuchen.

Ihr innovatives Projekt hat das Potenzial, die Forschung im Bereich der Paläoumweltrekonstruktion maßgeblich voranzutreiben. Besonders hervorzuheben ist zudem ihr Engagement für die Förderung von Frauen in den Geowissenschaften. Der Beate-Mocek-Preis unterstützt nicht nur ihre Forschung, sondern trägt auch dazu bei, ihre wissenschaftliche Karriere zu stärken, indem er ihr ermöglicht, ihre Methoden und Ergebnisse einem breiteren Publikum zugänglich zu machen.