Wissenschaftlerin am Geoforschungszentrum

Dr. Hella Wittmann-Oelze arbeitet als Wissenschaftlerin am Helmholtz-Zentrum für Geoforschung in Potsdam und ist dort die Laborleiterin des Kosmogenen Nuklidlabors. Ihr Forschungsbereich ist die Erdoberflächen-Geochemie.

  1. Wie sieht Ihr Alltag an einem typischen Dienstag auf der Arbeit aus?

    "An einem typischen Dienstag am Geoforschungszentrum treffe ich gegen 08:00 auf dem Telegrafenberg ein. Den Morgen nutze ich für konzentrierte Schreibarbeit, bevor ab 10:00 Uhr unsere Gruppenrunde startet – in der wissenschaftliche Vorträge gehalten werden, oder auch mal einfach nur ein Kaffee getrunken wird. Während der Mittagspause gibt es nochmal einen persönlichen Austausch. Dann geht es in den aktiven Teil des Tages über: Projektbesprechungen mit Doktoranden und direkter Support im Labor, z.B. bei der Probenseparation oder Methodik. Es ist ziemlich abwechslungsreich.“

     

  2. Wie sind Sie in Ihrem jetzigen Job gelandet, und welche welche Fähigkeiten aus dem Studium helfen Ihnen im Arbeitsalltag? 

    "Meine Diplomarbeit legte den Grundstein zu dem, was ich heute immer noch mache. Viel Laborarbeit, und geomorphologische und geochemische Interpretation von Daten, die Prozesse auf der Erdoberfläche beschreiben, zum Beispiel Verwitterung und Erosion. Als mein Doktorvater von Hannover nach Potsdam wechselte, bekam ich den Job, das Reinraum-Labor für kosmogene Nuklide und stabile Metallisotope am GFZ aufzubauen. Dort arbeite ich noch immer, als Laborleiterin, mittlerweile mit eigener Arbeitsgruppe. Ich habe das nie bereut. Ich kann vielseitig forschen an spannenden Fragestellungen rund um das Thema Eroberflächenprozesse. 

     

  3. Was ist Ihre Lieblingstätigkeit in Ihrem momentanen Job?

    “Ich denke, es ist die Abwechslung, die mir gefällt. Beispielsweise war ich letztes Jahr insgesamt 3 Monate im Feld, zur Probennahme. Das viele Herumkommen und das tolle Team, mit dem ich arbeite, bringen mir viel Spaß. Auch an einem normalen Arbeitstag sitze ich nicht nur am Computer, und kann regelmäßig Konferenzen besuchen. Zur Zeit sind wir für 2 Projekte in der Phase, wo die Arbeit Früchte trägt, dass heißt mein Team schreibt fleissig Publikationen. Ich freue mich zu sehen, wie junge Leute an ihren Aufgaben wachsen und ihre kreativen Ideen einbringen!”