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Professorin für Mineral Construction Materials an der TU München
Wie sieht Ihr Alltag an einem typischen Dienstag auf der Arbeit aus?
"Jeder Tag beginnt zunächst damit, dass ich meinen Kalender und meine E-Mails durchgehe. Dienstags folgt darauf dann alle zwei Wochen unser Arbeitsgruppen-Meeting. Während der Vorlesungszeit halte ich dann im Anschluss ein Seminar zum Thema „Ökologisches Bauen“. Im Anschluss an das letzte Seminar ist noch ausreichend Zeit für kleinere spontane Meetings oder konzentriertes Arbeiten an größeren Dingen, wie Paper, Anträge o.ä., bevor ich dann zum Abendessen nach Hause fahre.“
Welche Fähigkeiten aus dem Studium helfen Ihnen im Arbeitsalltag?
“Ich benötige viel materialwissenschaftliches Wissen in meinem Berufsalltag. In unserem Team forschen wir an mineralischen Bindemitteln, genauer gesagt wie diese erhärten und was ihre Dauerhaftigkeit in Betonen begrenzen kann. Daher beschäftige ich mich viel mit Phasenstabilitäten, Transportmechanismen und Reaktionskinetik. Da wir hauptsächlich experimentell arbeiten, ist es ein Vorteil, dass ich in meinem Studium, und besonders während meiner Zeit als HiWi, viele mineralogische Methoden kennengelernt habe.”
Was ist Ihre Lieblingstätigkeit in Ihrem momentanen Job?
“Ganz klar die wissenschaftliche Arbeit mit meinen Doktorand*innen, v.a. unsere Forschungsbesprechungen. Hier überlegen wir gemeinsam wie wir die gewonnen Ergebnisse einordnen können oder welche nächsten Schritte (weitere Experimente, alternative Auswertungen) wir gehen sollten, um diese erklären zu können.”
Wie sind Sie in Ihrem jetzigen Beruf gelandet?
Ich habe Geowissenschaften im Bachelor und Master an der FAU Erlangen-Nürnberg studiert. Bereits während meinem Studium habe ich mich mit der Hydratation von Zementen beschäftigt und meine Bachelor- sowie Masterarbeit in diesem Bereich am Lehrstuhl für Angewandte Mineralogie verfasst. Meine Doktorarbeit habe ich als „Industrial PhD“ an der NTU in Trondheim (Norwegen), in einem Kooperationsprojekt mit Norcem, dem norwegischen Zementhersteller, geschrieben. Darauf folgte noch ein PostDoc an der NTNU mit dem Titel „EnDurCrete – Environmentally friendly and Durable Concrete“ und war ein EU Horizon 2020 Projekt, in dem eine Vielzahl europäischer Partner involviert waren, was super für mein Netzwerk war. Gegen Ende meiner PostDoc-Zeit habe ich mich auf die Tenure-Track Professur für „Mineral Construction Materials“ an der TUM beworben. Ich habe im Sommer 2020 den Ruf als Tenure Track Assistant Professorin erhalten. Diesen Sommer schließe meinen Tenure Track regulär nach 6 Jahren dort auch ab und werde als Associate Professorin an der TUM entfristet.

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