2026 – Anne Sturm

Der Beate-Mocek-Preis der DMG dient der Förderung von Nachwuchswissenschaftlerinnen in der Mineralogie, insbesondere in den Bereichen Petrologie und Geochemie. Im Jahr 2026 wird der Preis an zwei herausragende Nachwuchswissenschaftlerinnen verliehen. Eine der Preisträgerinnen ist Anne Sturm von der Universität Heidelberg.

Anne Sturm hat sich früh auf Vulkanologie, Petrologie und Geochemie spezialisiert und verfolgt diesen Schwerpunkt konsequent bis in ihre Promotion. Im Rahmen eines DFG-geförderten Projekts untersucht sie die Struktur und zeitliche Entwicklung der kontinentalen Kruste unter dem Intraplattenvulkanfeld der Eifel. Ein besonderer Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt auf der Entwicklung einer innovativen Methode zur Datierung von Maareruptionen mittels (U–Th)/He-Geochronologie an Zirkonen aus Krustenxenolithen. Mit diesem Ansatz konnte sie bereits für zahlreiche Vulkane der Eifel neue und belastbare Altersdaten liefern und so bestehende Unsicherheiten deutlich reduzieren. Ihre Ergebnisse tragen wesentlich zum Verständnis der Dynamik von Intraplattenvulkanfeldern bei und sind zudem von Bedeutung für die Bewertung vulkanischer Gefährdung. Darüber hinaus verbindet sie verschiedene geochronologische und geochemische Methoden, um Tephren präzise zu datieren und stratigraphisch einzuordnen. Ihre Arbeiten wurden international publiziert und auf Konferenzen präsentiert. Ergänzt wird ihr Profil durch internationale Forschungserfahrung sowie ihr Engagement in Wissenschaftskommunikation, im Vorstand der Deutschen Vulkanologischen Gesellschaft und Fachnetzwerken. Mit ihrer wissenschaftlichen Exzellenz, methodischen Innovationskraft und ihrem Engagement zählt Anne Sturm zu den herausragenden Nachwuchswissenschaftlerinnen ihres Fachs. Der Beate-Mocek-Preis unterstützt sie dabei, ihre internationale Vernetzung weiter auszubauen und ihre Forschung voranzubringen indem sie am „2nd Submarine Volcanism Workshop“ auf Santorini teilnehmen wird.

Wir gratulieren herzlich zu dieser verdienten Auszeichnung.