2025 – Patricia Marks

Von Entgasungsprozessen im Laacher-See-Phonolith bis hin zur Analyse explosiver Vulkanausbrüche: Wie die Beate-Mocek-Preisträgerin Patricia Marks mit experimenteller Mineralogie Schlüsselmechanismen der Magmendynamik entschlüsselt.

Patricia Marks 

Patricia Marks hat sich als herausragende Nachwuchswissenschaftlerin in der experimentellen Mineralogie etabliert. Ihre Forschung konzentriert sich auf die H₂O-Entgasung in hydrierten Silikatschmelzen – einem Schlüsselprozess für explosive Vulkanausbrüche.

Sie verfügt über umfassende Erfahrung in Hochdruck- und Hochtemperaturtechnologien sowie in analytischen Methoden wie Elektronenstrahl-Mikrosondenanalyse, Rasterelektronenmikroskopie, Karl-Fischer-Titration, FTIR- und Raman-Spektroskopie.

In ihrer Dissertation untersuchte Patricia Marks die Wechselwirkungen zwischen mafischer und felsischer Schmelze sowie das Entgasungsverhalten des Laacher-See-Phonoliths. Ihre Experimente zeigten, dass bimodale Wechselwirkungen hochvesikuläre Zonen erzeugen, die den Magmenaufstieg beschleunigen und explosive Eruptionen intensivieren können. Diese Forschung liefert wichtige Erkenntnisse über die Mechanismen explosiver Vulkanausbrüche.

Ihre Ergebnisse hat sie auf internationalen Konferenzen präsentiert und in renommierten Fachzeitschriften veröffentlicht. Sie kooperiert mit Forschungseinrichtungen wie dem Bayerischen Geoinstitut und der Sapienza-Universität Rom, unter anderem bei Untersuchungen des Hunga-Tonga-Hunga-Ha’apai-Ausbruchs von 2022 (submariner Vulkan im Inselstaat Tonga im Pazifik).

Mit dem Beate-Mocek-Preis möchte sie ihre Teilnahme an der International Volcanological Field School GEOS 424/624 in Alaska finanzieren. Diese Exkursion bietet wertvolle Einblicke in vulkanische Prozesse und stärkt ihr internationales Forschungsnetzwerk.

Patricia Marks’ herausragende Arbeiten tragen wesentlich zum Verständnis explosiver Vulkanausbrüche bei und machen sie zu einer würdigen Preisträgerin.