Los ging es am Freitag mit einem Besuch des „Lavadoms”, dem Museum der Vulkaneifel. Bei einer Führung durch den Lavakeller erfuhr man von den schwierigen Arbeitsbedingungen des früheren Basaltabbaus. Ein Pferd war damals wertvoller als ein Mensch, da es die schweren Steine an die Erdoberfläche transportierte. Als Grundnahrungsmittel der Arbeiter galt damals das Bier der Brauereien, das ebenfalls in den Basalthöhlen gelagert wurde. Es war jedoch nicht sicher vor Diebstahl durch ebendiese. Dies führte dazu, dass die Bergarbeiter nicht nur mit Geld, sondern auch mit Bier bezahlt wurden.
Der nächste Tag begann mit einem informativen Austausch. Es wurden Wünsche und Bedürfnisse, Probleme und Zukunftsängste, aber auch Erfolgsgeschichten vor, während und nach dem Studium diskutiert. Die wichtigsten Themen sind:
- Ein Mentoring Programm: wir möchten eine weitere Vernetzung schaffen zwischen jungen Mineralog*innen und Mineralog*innen im Beruf. Hierfür brauchen wir Euch und Eure Hilfe (s. u.).
- Mehr Lehrangebote zu Fähigkeiten, die im Studium nicht ausreichend gelehrt werden: Wie schreibe ich meine erste Publikation? Wie verhalte ich mich auf einer wissenschaftlichen Tagung? Wie erstelle ich ein wissenschaftliches Poster?
- Berufsmöglichkeiten mit einem Studium der Geochemie, Mineralogie, Petrologie o .ä. sollten an Universitäten vermehrt vorgestellt werden.
- Universitäten und Institute, die regional nahe beieinander liegen, sollten stärker miteinander kooperieren. So könnten z. B. Kurse von anderen Universitäten angerechnet werden.
Nach der Workshoparbeit ging es am Nachmittag ins Gelände. Wir folgten einer Route mit typischen Aufschlüssen der Vulkaneifel zu den berühmten Mofetten des Laacher Sees. Am späten Nachmittag kam unser Exkursionsführer, Carsten Münker (Universität zu Köln) dazu. Wir lernten, wie man „die Autobahn” in der Wingertsbergwand finden kann. Der Tag endete mit einem gemütlichen Grillabend im Naturfreundehaus.
Am Sonntag ging es dann erneut ins Gelände. Durch die freundliche Unterstützung der Deutschen Vulkanologischen Gesellschaft gab es die nötige Sicherheitskleidung für alle Teilnehmer*innen, um einen Steinbruch zu besichtigen. Unsere Highlights waren die zahlreichen Funde von strahlend blauen Hauynen [Na3Ca(Si3Al3)O12(SO4)].
Gegen Mittag kehrten wir zurück und verabschiedeten uns, bevor es für alle nach Hause ging. Wir als YoungMins haben durch das Jahrestreffen neue Einblicke in die Wünsche und Sorgen von Student*innen und neue Mitglieder gewonnen. Ein herzliches Dankeschön an die DMG, die dieses Treffen mit ihrer Unterstützung möglich gemacht hat. Außerdem ein ganz großes Dankeschön an Carsten Münker, die Deutsche Vulkanologische Gesellschaft und das Team vom Naturfreundehaus Laacher See, sowie an alle Teilnehmer*innen für ein gelungenes Jahrestreffen!
Zurück an den unterschiedlichen Instituten, möchten wir uns besonders dem Mentoring Programm widmen.
Dieses Projekt soll Mineralog*innen in der frühen Karrierephase helfen, sich beruflich zu orientieren. Dazu suchen wir Mineralog*innen, die ihre Kenntnisse aus unterschiedlichen Berufsfeldern teilen möchten. Dies soll zeigen, wie vielfältig die Berufswahl mit unserer Spezialisierung ist, und wie man zu seinem Traumberuf kommt. Meldet Euch gerne bei uns, wenn Ihr Euch vorstellen könnt, mit Student*innen, Doktorand*innen und Postdocs in den Austausch zu kommen und zu teilen, wie Euer Berufsalltag aussieht.
Und wie immer gilt, wenn Euch unsere Arbeit gefällt: Dann kommt zu unseren monatlichen Online-Treffen! Alle Infos dazu erhaltet ihr auf der Webseite der DMG unter den Arbeitskreisen oder unter der E-Mail-Adresse youngmins@dmg-home.org.
Glück auf, Eure YoungMins
Rebecca Volkmann & Christoph Moeller ∙ Potsdam

