Automatisierte Mineralogie mittels Rasterelektronenmikroskopie – Grundlagen und Anwendungen in den Geowissenschaften

Von der Probe zur Datenauswertung: Lernen Sie die Grundlagen der SEM-basierten automatisierten Mineralogie kennen und erfahren Sie, wie moderne Analysemethoden quantitative Einblicke in mineralogische und texturale Eigenschaften liefern.

16. – 19. März 2026

Die automatisierte Mineralogie ist ein aufstrebendes Fachgebiet und findet vielfältige Anwendung in der Forschung sowie in den angewandten Material- und Geowissenschaften. Sie basiert auf der Bildanalyse mittels Rasterelektronenmikroskopie (REM) in Verbindung mit energiedispersiver Röntgenspektroskopie (EDS). Zu dieser Analysemethode gehören Analysesysteme wie der Mineral Liberation Analyzer (MLA), der QEMSCAN (Quantitative Evaluation of Minerals by Scanning Electron Microscopy) und andere. Sowohl die mineralogischen als auch die texturalen Eigenschaften (z. B. Korngrößenverteilungen) von Proben können quantitativ bewertet werden. Die Automatisierung ermöglicht einen hohen Probendurchsatz und die Generierung von „Big Data“, die eine statistisch robuste Interpretation ermöglichen.

Vom 16. bis 19. März 2026 leiten Laura Stutenbecker (Univ. Münster), Sabine Gilbricht (TU Bergakademie Freiberg), Bradley Guy, Joachim Krause (Helmholtz-Institut Freiberg für Ressourcentechnologie) und Kai Bachmann (ERZLABOR Advanced Solutions GmbH) den Kurzkurs „SEM-basierte automatisierte Mineralogie“ am Institut für Mineralogie der TU Bergakademie Freiberg, Deutschland, leiten. Der Kurs vermittelt die Grundprinzipien der automatisierten Mineralogie, und einige praktische Übungen verdeutlichen deren Anwendungen in der metamorphen, magmatischen und sedimentären Petrologie sowie in der Erzgeologie. Der Kurs findet in englischer Sprache statt und steht allen interessierten Studierenden auf Doktoranden- oder Masterstufe offen. Bei Interesse besuchen Sie bitte tinyurl.com/rdt28eem für weitere Informationen.

Ort: Institut für Mineralogie, TU-Bergakademie Freiberg, Deutschland

Kosten: 50 € pro Person

Zielgruppe: Masterstudierende und Doktoranden, weitere Interessierte auf Anfrage

Format: Vorlesungen, Übungen, Laborbesuch

Inhalte: Grundlagen der SEM/EDS-Techniken, Einführung in die SEM-basierte automatisierte Mineralogie, verfügbare Geräte und Software, Laborbesuche, Datenverarbeitung, Beispiele aus der Erzgeologie sowie der magmatischen, metamorphen und sedimentären Petrologie.

 

Das Anmeldeformular ist auszufüllen und bis zum 16. Januar 2026 per E-Mail zu senden an:

lstutenb@uni-muenster.de

 

Prof. Dr. Laura Stutenbecker

Universität Münster

Institut für Geologie und Paläontologie

Corrensstr. 24

48149 Münster

 

Tel.: +49 251 83-33935