Da mehrere hervorragende Bewerbungen vorlagen, hat die Preiskommission entschieden, den Preis in diesem Jahr zweimal zu vergeben.
Lisa Kaatz bearbeitet das Thema „Coupling deformation with fluid flow and mineral reactions based on natural shear zones – from field observations to numerical simulations”. Zu Beginn ihres Projektes hat sie dafür Scherzonensysteme auf der Insel Holsnøy in West-Norwegen beprobt. Die anschließend von ihr mittels Fourier-Transform-Infrarotspektroskopie durchgeführten Analysen zur Ermittlung der H2O-Gehalte einiger nominell wasserfreier Minerale („nominally anhydrous minerals, NAMs“) trugen wesentlich dazu bei, die Interaktion des Gesteins mit dem wässrigen Fluid und die resultierenden Mineralreaktionen zu verstehen. Gemeinsam mit Kolleg*innen in Lausanne entwickelt sie nun numerische Modelle, um die Diffusion des wässrigen Fluids und die resultierenden, komplexen Fluid-Gestein-Deformation-Wechselwirkungen zu simulieren und so Aussagen zu großskaligen strukturgeologischen Prozessen treffen zu können.

